Einweihung der neuen Orgelregister; Caecilienfest

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Eine Auszug der Website von St. Jacobus

Links die Frauenschola Cantica, in der Mitte der Kirchenchor St. Peter und Paul / St. suitbertus, rechts die Jungenschola

Für jeden Kirchenchor, der nach Rom fährt, ist es fast eine heilige Pflicht, die Kirche S. Cecilia in Trastevere zu besuchen - denn dort liegt die heilige Caecilia begraben, eine junge Frau, die im 2. oder 3. Jahrhundert den Märtyrertod erlitt. Und weil in ihrer Legende von einer (ihrer?) Hochzeit die Rede ist, bei der sie "cantantibus organis" zugegen war, wurde sie zur Patronin der Kirchenmusik und der Kirchenchöre. So feiert auch der Kirchenchor St. Peter und Paul jedes Jahr am 22. November bzw. am Sonntag danach das Caecilienfest, in diesem Jahr mit der Rheinberger-Messe für dreistimmigen

Frauenchor, einer Vertonung des Ps. 150 von César Franck und dem Halleluja aus Händels Messias.

Die fünf Bilder rechts sind bei der Probe vor der Messe entstanden: Bereits bevor der Fotograf und Chronist eintraf - das war gegen 08.40 Uhr - hatte jeder Gruppe, die Frauenschola, die Jungenschola, die Mädchenschola und der Kirchenchor einzeln geprobt; jetzt ging es um das gemeinsame Einsingen. "mmmmmmmmm" - und dann einen halben Ton höher: "mmmmmmmmm" - und noch einmal: "mmmmmmmmm" .... ...

Aber es gab neben dem Caecilienfest einen anderen und wohl auch wichtigeren Anlass zu feiern, und deswegen verlies Pfr. Bünnagel vor dem Evangelium den Chorraum und stieg auf die Orgelbühne: Die Restaurierungsarbeiten an der Orgel, die im September begonnen hatten, waren zum Abschluss gekommen: Die Pedalklaviatur war geändert, die Tasten neu garniert, alle Kontakte ausgetauscht, die Koppelanlage erweitert worden. Der Spieltisch hatte neueste Computer-Setzertechnik zur Vorprogrammierung der Registrierungen erhalten und MIDI-Replay als Aufzeichnungsmodus. Nicht zuletzt wurde ein Solowerk mit vier Solisten hinzugebaut, das der Orgel den Feinschliff an Zeichnung, Farbe und Präsenz bei allen Raumsituationen geben wird: in einem Schwellwerkturm finden an der Südseite der Orgel eine Tuba magna 16'-8' deutscher Bauart und ein streichendes Stentorphon 16'-8' eine gut dosierbare Aufstellung; neu sind auch ein Cornett V und eine Tuba pontificale 8'-4'.

Ansgar Wallenhorst spielte jedes Register an, und Pfarrer Bünnagel weihte es, indem er es in den Dienst nahm in die Verkündigung des Glaubens - zur Ehre Gottes und zur Freude der Menschen.

Das Weihwasser, was dann seinen Dienst tun musste, vermittelte den göttlichen Segen freilich nicht nur an die neuen Orgelpfeifen, sondern auch an die Choristen und Choristinnen - ein "nnnnnnnnnnnnn" ähnlich dem "mmmmmmmmmm" beim Üben war unüberhörbar.

Oben die Jungenschola beim Zwischengesang und Hallelujaruf; unten Pfr. Bünnagel beim Evangelium; rechts hierunter der Orgelbauer, Herr Seifert.

Die Bilder hierunter entstanden im weiteren Verlauf der Messe: Die Frauenschola beim Credo - Herr Siegert bei den Fürbitten - der Kirchenchor beim Psalm 150 zur Gabenbereitung und - großartig! - drei junge Frauen beim Benedictus (dem Mittelteil des Sanctus). - Darunter u.a. der Gesamtchor beim Halleluja aus Händels Messias.

Um 11.10 Uhr war der Gottes- dienst zu Ende - nicht ohne ein Nachspiel, bei dem Kinder und Jugendliche dem Kantor fasziniert zusahen und die Er- wachsenen begeistert zuhörten. Links die neuen Registerschalter.

Der Caecilienbrunch

Nach dem Gottesdienst trafen sich Chor und Scholen im Pfarrsaal zu einem Brunch anlässlich des Caecilienfestes. Die Vorsitzende des Chores, Frau Schlüter-Michel, begrüßte die Sängerinnen und Sänger ebenso wie den Pfarrer und die Gäste (zu denen auch der Unterzeichner gehörte - danke!).

Bevor das Buffet eröffnet wurde, galt es die Jubilarinnen zu ehren: Das war Frau Stippe, die seit 50 Jahren im Chor mitsang und deshalb auch einen Gruß vom Kardinal erhielt, Frau Pollheim mit 40 Jahren Chorzugehörigkeit und Frau Koj, die mit 25 Jahren Chormitgliedschaft ein silbernes Jubiläum feiern durfte. Pfr. Bünnagel trug den Dank vor; Ansgar Wallenhorst unterstrich ihn...

Mit dem gesungenen Tischgebet (einer Komposition von Flor Peters) war das Buffet eröffnet.

Josef Pietron

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